Jans Kampf gegen die Leukämie

Diagnose

Am 10. Januar 2005 hatte Angi mit Jan einen Termin beim Hausarzt. Jan hatte eine Ohrenentzündung und viele blaue Flecken am Körper. Nach der Blutentnahme, die der Arzt auf Angis Wunsch ausführte, zeigte der Auswertungscomputer keine Werte an! Der Arzt vermutete einen Defekt am Gerät und kontaktierte den Hersteller des Geräts. Nach einer kurzen Besprechung wurde Jan sofort in das Kinderspital Luzern eingewiesen. Dort wurde dann eine Leukämie festgestellt (Blutkrebs) und Jan musste sofort in ein Einzelzimmer in die Isolation. Es gibt verschiedene Arten von Leukämie, Jan hatte leider keine Kinderleukämie (95% heilbar). Wir mussten über eine Woche warten bis die genaue Leukämieart gefunden werden konnte. Jan hatte AML-M2.

Nach einem Gespräch mit dem Arzt wurde mit der Chemo begonnen. Wir waren die ersten 7 Wochen ohne Unterbruch im Spital, Angi und ich wechselten uns ab. Wir durften mit Jan in einem Einzelzimmer auf einem Notbett schlafen.

Wir hatten viele Pläne für das Jahr 2005 und bereits Skiferien und Sommerferien gebucht. Dazu wollte ich noch ein paar Wettkämpfe (Radrennen und Bike) bestreiten und hatte auch eine Woche Trainingslager in Italien geplant. Am 11. Januar sagte ich alles per Mail und Telefon ab. Angi hatte einen Teilzeitjob in einer Drogerie und ich arbeitete noch als Spinning-Instruktor in einem Fitnesscenter. Wir mussten diese beiden Jobs per sofort aufgeben. Sämtliche Vereinsaktivitäten stellten wir ein. Zum Glück habe ich einen verständigen Arbeitgeber, als Programmierer konnte ich mit einem Laptop auch im Spital arbeiten. Jans kleiner Bruder Sven musste auch noch irgendwo untergebracht werden. Wir entschieden uns, Sven nur an wenige verschiedene Orte zu geben, damit er sich nicht so herumgestossen vorkommt. Er war ja erst 2 1/2 Jahre alt. Mit diesen organisatorischen Massnahmen hatten wir die Situation einigermassen im Griff, ausser dass Angi und ich uns fast nie mehr sahen. (Spital - Arbeit - Sven)

Jan hatte keine Schmerzen und er fühlte sich eigentlich nicht krank, entsprechend war auch sein Verhalten. Es dauerte noch bis zur ersten Chemo, bis er begriff wie ernst es um ihn stand.

Das folgende Bild zeigt Jan in der ersten Spitalwoche. Er wurde "gewässert" und sieht darum ziemlich aufgeblasen aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©2012 by Werner Koch